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Die Klimalüge

Der Klimawandel bedroht die Menschheit. Glaubt man Prognosen, so könnten bis 2050 rund 1 Milliarde Menschen Klimaflüchtlinge sein. Viele dieser Flüchtlinge zieht es in reiche Industriestaaten. Dabei wird Europa insbesondere von afrikanischer Migration betroffen sein.  Warum das Blödsinn ist, lesen Sie hier.

 

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dürren, Stürme oder auch Kältewellen werden die Lebensumstände der Menschheit schlagartig ändern. Dies betrifft insbesondere die arme Bevölkerung des globalen Südens. Prognosen sagen millionenfache, wenn nicht gar milliardenfache Flüchtlingsbewegungen voraus. Ein großer Teil hiervon zieht es in reiche Staaten des Westens. Europa wird von Armutsmigration geradezu überschwemmt. Stimmt das?

 

Das stimmt nicht. Ja, der Klimawandel macht Migration wahrscheinlicher. Durch Zerstörung der Lebensgrundlagen werden mehr Menschen den Antrieb haben, auszuwandern. Allerdings haben diese Menschen folglich auch weniger Geld. Wessen Lebensgrundlage zerstört worden sind, kann sich eine tausende, kilometerlange Reise nach Europa nicht leisten. Außerdem ist Migration nicht die automatische Antwort auf den Klimawandel. Auch andere Anpassungsmechanismen, wie bessere Bewässerungssysteme oder Dämme, wirken gegen den Klimawandel.

 

Der Klimawandel wird sich auf drei Weisen auf die weltweite Migration auswirken. Erstens wird es mehr geografisch eingeschlossene Menschen geben. Sie verelenden und können sich keine Ausreise leisten. Dies betrifft z.B. die Sahelzone in Afrika oder Inselstaaten, die durch den steigenden Meeresspiegel verschwinden werden. Hierzu gehören bspw.  die Fiji-Inseln.

 

Zweitens wird die Stadt-Land-Migration weiter zunehmen. Dies geschieht bereits seit dem Beginn der industriellen Revolution. Der Klimawandel wird vermehrt den Ackerbau der Landbevölkerung treffen. Als Reaktion zieht diese in die Städte. Insbesondere die Hauptstädte von Entwicklungsländern aber auch andere Metropolregionen werden betroffen sein. Diese sind z.B. Shanghai oder Guangzhou in Asien, Dakhar in Afrika oder Esteli in Südamerika.

 

Drittens werden in etwa genauso viele Menschen in Risikogebiete ziehen wie wegziehen werden. Dies klingt zunächst merkwürdig. Da aber viele Menschen in Städte ziehen, werden diese umso mehr vom Klimawandel bedroht sein. Erdrutsche, Überschwemmungen oder Wassermangel gehen Hand in Hand mit einer steigenden Bevölkerung pro Quadratkilometer. Insbesondere Armutssiedlungen sind anfällig.

 

Die Migration nach Europa ist hingegen zu vernachlässigen. So manches Schreckensszenario für den Westen ist übertrieben. Es muss jedoch die Frage gestellt werden, wie mit dem Klimawandel umzugehen ist. Migration in eine von vielen Anpassungsstrategien, die der Menschheit zur Verfügung steht. Wir sollten sie nicht gänzlich außer Acht lassen.

 

Mehr zu diesem und anderen Themen finden Sie in "Grenzenlos - warum wir illegale Migration neu denken müssen".